03.10.2013

Herbstevent 2013

Zum diesjährigen Herbstevent lud CUREMalumni am 03.Oktober 2013 seine Mitglieder zur exklusiven Besichtigung des Toni-Areals mitten in Züri-West.
Das für die Planung verantwortliche Architekturbüro EM2N führte die rund 40 Teilnehmer fachkundig über den aktuellen Baustellenparkour und informierte mit spannenden Hintergrunddetails über den Projektverlauf und den aktuellen Projektstand.

Auf dem Gelände der ehemaligen Toni-Molkerei, dem in den 70er Jahren grössten Milchverarbeitungsbetrieb Europas, entwickelt die allreal seit 2008 eines der anspruchsvollsten Um-und Neubauprojekte der Stadt Zürich. Nach Stilllegung der Molkerei 1999 und einer zwischenzeitlichen Nutzung als Partytreffpunkt wurde die Liegenschaft schliesslich an die allreal verkauft und nach einer mehrjährigen Planungsphase 2010 mit den Umbaumassnahmen begonnen. Von den insgesamt ca.92`000m2 Nutzfläche wird die Hochschule der Künste (ZHdK) gemeinsam mit der Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften (ZHAW) rund 76`000m2 belegen. Die restlichen 16`000m2 entfallen mehrheitlich auf Mietwohnungen in den obersten Geschossen sowie Gewerbeflächen. Mit dem geplanten Einzug der Hochschule im Herbst 2014 wird ein Investitionsvolumen von ca.CHF 400Millionen umgesetzt sein.  
Die Architektur des hoch komplexen Um-und Neubauprojektes stammt aus der Feder des Architekturbüros EM2N. Während des Rundgangs erfuhren wir, dass der Umbau nicht nur aus dem bestehenden Hochbau und der angrenzenden markanten Rampe besteht, sondern mit einem Anbau ergänzt und um 10 Geschosse aufgestockt wurde. Im bestehenden Flachbau wurden in die Betondecken grosse Ausschnitte gefräst um fünf terrassierte Lichthöfe zu realisieren, welche die innen liegenden  Räume mit Tageslicht versorgen und als Pausenzone genutzt werden. Ausserdem wird auf dem Flachbau ein begehbarer Dachgarten realisiert. Das gesamte Gebäude erhält eine Streckmetallfassade welche die dahinter liegenden Öffnungen flexibel und ausgewogen in das äussere Erscheinungsbild  integriert. Sehr beeindruckt hat das harmonisch gestaltete und gleichzeitig sehr komplexe innenräumliche Zusammenspiel der zahlreichen unterschiedlichen Raumnutzungen, welche mit modernster Ton- und Audio/Videotechnik ausgestattet werden.
In der nahe gelegenen Bar Max und Moritz wurde im Anschluss zum reichhaltigen Apero geladen. In geselliger Runde fand der Abend mit Blick auf das Toni-Areal einen stimmungsvollen Ausklang.